DIE VIELGESTALTIGE HOLZKEULE

 


(Wikipedia). Die Vielgestaltige Holzkeule (Xylaria polymorpha) ist ein Schlauchpilz aus der Gattung der Holzkeulen (Xylaria).


MERKMALE:
Die Vielgestaltige Holzkeule bildet im Sommerhalbjahr relativ große (3–8 cm hohe und 1–3 cm breite) unregelmäßig-keulige oder flach lappige aus vegetativem Myzel bestehende Stromata (Sammelfruchtkörper), in die die eigentlichen Fruchtkörper (Perithecien) einreihig eingesenkt sind. Die meist in Büscheln stehenden Sammelfruchtkörper sind jung grau-braun bis hellbraun, manchmal durch Konidiensporen weiß überstäubt, als reife Exemplare schwarz, durch die eingesenkten Perithecien feinwarzig punktiert. Das Innere des Stroma ist weiß und faserig, der Geruch angenehm pilzartig.

Die Vielgestaltige Holzkeule ist ungenießbar und kommt daher als Speisepilz nicht in Frage.


ÖKOLOGIE:
Die Vielgestaltige Holzkeule lebt meist saprobiontisch an Strünken von Laubbäumen, wobei Buche bevorzugt wird, daneben kann sie als Schwächeparasit an lebenden Bäumen wachsen und Wurzelanläufe besiedeln. Als Holzzersetzer kann sie mehr als bisher angenommen auch ausgedehnte Holzfäulen verursachen.

[ b1200 ] [ Code: Pilze-im-Revier ; P912265 ]


WISSENSCHAFTLICHER NAME:

XYLARIA POLYMORPHA ( LINNAEUS ) Grev.

= VIELGESTALTIGE oder VERÄNDERLICHE HOLZKEULE
= Dead man´s fingers
= Houtknotszam


SYSTEMATIK:

Abteilung: Schlauchpilze ( Basidiomycota )
Unterabteilung: Agaricomycotina
Klasse: Sordariomycetes
Unterklasse: Xylariomycetidae
Ordnung: Holzkeulenartige ( Xylariales )
Familie: Holzkeulenverwandte ( Xylariaceae )
Gattung: Holzkeulen ( Xylaria )


MITMACH-AKTION:

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…über alle im Ruhrgebiet vorkommenden Pilzarten

…über die Wahl zum „Pilz des Jahres“ (von 1994 bis heute)


Quellen:

German Josef Krieglsteiner (Hrsg.), Andreas Gminder, Wulfard Winterhoff: Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 2: Ständerpilze: Leisten-, Keulen-, Korallen- und Stoppelpilze, Bauchpilze, Röhrlings- und Täublingsartige. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3531-0.

↑ Hans E. Laux: Der große Kosmos-Pilzführer. Alle Speisepilze mit ihren giftigen Doppelgängern. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2001, ISBN 3-440-08457-4.

↑ über die Taxonomie der Pilze (Wikipedia)


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