NASA: Ein Labyrinth auf dem Mars (Foto geeignet für 3D-Lesebrille)

 
(ESA/NASA.) Dieses Gebiet auf dem Mars ist von verschachtelten Erdrutschformationen und durch Winde aufgehäufte Dünen durchzogen – und ist nur ein winziger Teil eines riesigen Labyrinths aus Tälern, Spalten und Hochebenen.

Die 3D-Aufnahme (oben) bitte durch kurzes Anklicken vergrößern und dann am besten mit einer handels-üblichen 3D-Brille (rot/grün-Färbung) betrachten. Der dreidimensionale Effekt bringt die Talränder und Strukturen besonders toll zur Geltung. Weitere 3D-Fotos zum Betrachten mit einer 3D-Brille finden Sie bei Eingabe des Suchwortes „3D“ im Volltext-Suchfeld auf jeder Seite oben rechts. Viel Spaß beim Schauen.

Die Region mit dem Namen Noctis Labyrinthus, das „Labyrinth der Nacht“, liegt am westlichen Ende des Valles Marineris – des Grand Canyons des Sonnensystems. Die Region um Noctis Labyrinthus.

Sie wurde am 15. Juli 2015 von der ESA-Sonde Mars Express fotografiert. Die Region gehört zu einer komplexen Struktur, deren Ursprung im Aufwölben der Marskruste, verursacht durch tektonische und vulkanische Aktivitäten in der Tharsis-Region, liegt. Dort befindet sich auch der Olympus Mons and andere große Vulkane.

Da sich die Kruste in der Tharsis-Region aufwölbte, wurde die Marsoberfläche im umliegenden Gebiet auseinandergerissen, was mehrere Kilometer tiefe Spalten und Gräben mit Gesteinsbrocken darin hinterließ. Das gesamte Netzwerk von Gräben und Spalten erstreckt sich über ungefähr 1.200 Kilometer, was der Länge des Rheins von den Alpen bis zur Nordsee entspricht.

Dieses Segment bildet einen circa 120 Kilometer breiten Teil dieses Netzwerks ab. In der Mitte sieht man einen einzigen großen Gesteinsbrocken mit abgeflachter Spitze. Außen an diesem Gebiet sowie entlang der Talränder sind Erdrutsche bemerkenswert genau, bis in kleine Details, zu sehen (am eindrucksvollsten in der perspektivischen Ansicht oben).

Am Fuß der steilen Wände an den Talrändern sieht man erodiertes Geröll. An einigen Stellen haben Winde den Staub zu Dünenfeldern aufgehäuft, die sich bis auf die umliegenden Hochebenen erstrecken. Das ist am besten in der unteren rechten Ecke der Draufsicht zu sehen. Nahezu lineare Strukturen sind ebenso auf den flachen, erhöhten Oberflächen zu sehen. Hier weisen sich gegenseitig in verschiedene Richtungen kreuzende Bruchlinien auf zahlreiche Vorgänge tektonischer Ausdehnung in der komplexen Geschichte dieser Region hin.

Quelle:   ESA/NASA/FU-Berlin
Photos:  © ESA/DLR/FU-Berlin, CC BY-SA 3.0 IGO

 


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