BIOBLITZ 2022: Im April Buschwindröschen und andere Frühblüher melden


(Dprtmund).Das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna| Dortmund rufen zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform Obervation.org zum Bioblitz auf: Alle Interessierten können über das gesamte Jahr hinweg die Pflanzen, Tiere und Pilze in ihrer Stadt erforschen und ihr Vorkommen per App oder Webportal melden. Da nun die ersten Frühblüher zu finden sind, können im April zum Beispiel die ersten Buschwindröschen beobachtet werden.

Pflanzen, die zwischen Januar und April ihre ersten Blüten und Blätter zeigen, werden als Frühblüher bezeichnet. Darunter fallen nicht nur Blumen und Stauden, sondern auch Gehölze und Bäume. Eine besondere Gruppe der Frühblüher sind die Geophyten. Sie besitzen unterirdische Speicherorgane wie Zwiebeln, Knollen oder Rhizome, aus denen sie zu ihrem frühen Blütezeitpunkt, wenn die Fotosyntheseleistung noch nicht ausreicht, Energie ziehen. Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) zum Beispiel ist ein Rhizom-Geophyt (Rhizom = Erdspross), die Tulpen und Narzissen sind Zwiebel-Geophyten.

Als typischer Frühblüher ist das Buschwindröschen charakteristisch für Buchen- und sommergrüne Eichenwälder Europas. Auf basenreichen Böden gibt es aber auch das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides) sowie im Siedlungsraum als verwilderte Gartenpflanze das Violette Balkan-Windröschen (Anemone blanda).

Mit der Bestimmungs-App ObsIdentify von Observation.org kann man nicht nur Buschwindröschen, sondern viele andere Frühblüher wie Lerchensporn, Schlüsselblumen, Gelbsterne, Scharbockskraut, Bärlauch und Sternmieren bestimmen. Die Arten profitieren im Frühjahr, vor dem Kronenschluss der Bäume, von der Lichteinstrahlung und Wärme direkt über dem Boden.

Wer mehr über Pflanzen und andere, manchmal ebenso unscheinbare wie spannende Artengruppen erfahren möchte, kann vor Ort Gruppen von Naturschutzvereinen ansprechen oder Exkursionsangebote der Biologischen Station wahrnehmen, bei der man die Natur kennen lernt.

Es ist selbstverständlich, dass Naturfreunde sich bei der Suche nach Frühblühern rücksichtsvoll der Natur gegenüber verhalten und die jeweils fotografierten Exemplare in der freien Natur belassen. In Naturschutzgebieten dürfen die öffentlichen Wege nicht verlassen werden.

Was ist ein Bioblitz?

Ein Bioblitz ist eine Aktion, bei der auf einem bestimmten Gebiet in einem bestimmten Zeitraum so viele Arten wie möglich nachgewiesen werden sollen. Naturbegeisterte in ganz Deutschland sollen beim „Bioblitz 2022“ versuchen, ihren Städten zu möglichst langen Artenlisten zu verhelfen. Dies geschieht, indem sie das ganze Jahr 2022 über so viele Naturbeobachtungen wie möglich melden – per Smartphone über die App ObsIdentify oder über die Webseite Observation.org. Der Wettkampf der Städte und Landkreise soll dabei natürlich vor allem einem guten Zweck dienen. Ziel ist es, Menschen für die Natur zu begeistern und Erkenntnisse über die bedrohte Artenvielfalt in Deutschland zu gewinnen: Die Ergebnisse werden dem Naturschutz und der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt.

Quelle:  LWL
Photos: © LWL/Mohr

 


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