ZOO DUISBURG: Auswilderung von Ringelnattern in der Rheinaue Walsum


(Duisburg). Die Ringelnatter ist eine einheimische, ungiftige Schlange, die bis zu 1,50m lang werden kann. Sie ist leicht anhand der zwei charakteristischen weißlich bis gelblichen, halbmondförmigen Flecken an den Seiten des Hinterkopfs zu erkennen. Auch wenn die allgemeine Körperfärbung der Ringelnatter von hell bis dunkel variieren kann, so sind die hellen Mondflecken ein jederzeit eindeutiges Erkennungsmerkmal.

Ringelnattern sind völlig harmlos und ungiftig. Bei Gefahr flüchten die Tiere oder stellen sich tot. Gelegentlich drohen sie auch, richten sich mit dem Vorderkörper auf und fauchen. Dass sie zubeißen kommt praktisch nie vor.

Diese Schlangenart wurde im westlichen Ruhrgebiet vielerorts durch Lebensraumzerstörung verdrängt und kommt heute nur noch in wenigen geeigneten Biotopen vor. Auch in der Rheinaue Walsum kamen Ringelnattern in früherer Zeit vor, als das Gebiet noch eine ursprüngliche Auenlandschaft am Rhein darstellte.

Das Umweltamt der Stadt Duisburg, die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) und der Zoo Duisburg bemühen sich um den Schutz der seltenen Ringelnatter. Da die Art im Stadtgebiet von Duisburg heute nur sehr selten und vereinzelt auftritt, soll durch ein Wiederansiedelungsprojekt ein Bestand im Naturschutzgebiet „Rheinaue Walsum“ (wieder-) aufgebaut werden. Dazu wurden vor einigen Jahren Jungtiere aus einem Schutzgebiet im östlichen Ruhrgebiet entnommen und im Zoo Duisburg mit viel Sorgfalt und Pflege aufgepäppelt. Unterstützt durch die Stiftung für Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen wurde hierfür eigens eine Auffangstation aufgebaut.

Die nun für das Überleben in der freien Wildbahn bestens gerüsteten „Teenager“-Schlangen werden am 12.6.2018 durch den Beigeordneten für das Dezernat für Stadtentwicklung und Umwelt, Carsten Tum, in der Rheinaue Walsum ausgesetzt. Die Tiere sollen dann in dem für sie optimalen Lebensraum dafür sorgen, dass sich hier im Laufe der Zeit eine stabile Population von Ringelnattern entwickelt. Beutetiere wie kleine Säugetiere, Fische und Amphibien sind in dem gewässerreichen Schutzgebiet reichlich vorhanden, so dass die Voraussetzungen hier für die Ringelnattern hervorragend sind.

Die Wiederansiedelung der Schlangenart wird durch ein umfängliches Monitoring begleitet, um zu erfahren, ob die Tiere den Erwartungen entsprechend im Gebiet zurecht kommen und sich vermehren. Da jede Beobachtung einer Ringelnatter wichtig ist, bittet das Umweltamt der Stadt Duisburg um Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer eine Ringelnatter in der Rheinaue Walsum oder der Umgebung gesehen hat, wird gebeten, die Sichtung entweder per Email an r.kricke@stadt-duisburg.de oder über die Internetseite: www.bswr.de/fauna/reptilien/ringelnatter/index.php zu melden.

Quelle: ZOO Duisburg
Photo:  © MMB/Below

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