NABU: Wanderausstellung „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ jetzt in Hattingen


(Düsseldorf/Hattingen). Er ist zurück – der Wolf. Zumindest stattet er Nordrhein-Westfalen kleinere Stippvisiten ab, bei denen er auch in diesem Jahr bereits nachgewiesen werden konnte. Dies ist Anlass genug, um unter dem Motto „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ in einem von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt über das Wildtier Wolf zu informieren und so die Akzeptanz in der Bevölkerung noch vor dessen dauerhafter Rückkehr zu stärken. Kern des Projekts ist die vom NABU NRW gemeinsam mit den NRW-Partnerzoos initiierte interaktive Wanderausstellung, die seit dem 9. November 2017 in der Stadtbibliothek Hattingen zu sehen ist und heute offiziell eröffnet wurde.

Auf den Spuren der Wölfe in NRW

„Hier in Nordrhein-Westfalen haben wir die einmalige Chance, die Menschen noch vor der dauerhaften Rückkehr des Beutegreifers in sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet aufzuklären, Wissenslücken zu schließen und Vorurteile abzubauen. Nur so lässt sich die Akzeptanz für den Rückkehrer Wolf weiter steigern. Daher freuen wir uns sehr, dass wir mit der durch die Partnerzoos und weitere Ausstellungsorte wandernden Ausstellung zur Rückkehr des Wolfes nach NRW viele Menschen erreichen werden“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Vielfach sei das Wissen um das richtige Verhalten im Umgang mit dem Wolf, wie mit anderen Wildtieren auch, verloren gegangen. Dies gelte es wieder zu verbessern.

Im November in der Hattinger Stadtbibliothek

Die Wanderausstellung, die bis Anfang Dezember in der Stadtbibliothek Hattingen besucht werden kann, informiert über Biologie und Verhalten freilebender Wölfe, stellt aktuelle Ergebnisse der Freilandforschung vor und bietet vor allem durch interaktive Elemente eine spielerische Annäherung an das Thema Wolf für Jung und Alt. Besucher der Ausstellung erfahren so, woher die Wölfe nach NRW einwandern könnten, warum Wildbiologen den Kot von Wölfen so schätzen oder wie man sich einem Wildtier – wie dem Wolf – gegenüber richtig verhält. Im monatlichen Wechsel tourt die Ausstellung dann weiter durch Nordrhein-Westfalen.

„Seit fast zwei Jahrzehnten ist der Wolf wieder in Deutschland heimisch. Nachdem er zunächst den Osten besiedelt hat, ist er nun auch im Westen, also bei uns, angekommen. In diesem Jahr wurden siebenmal Wölfe in unserem Bundesland nachgewiesen. Grund für den NABU eine Aufklärungskampagne zu starten mit dem Ziel, den Gerüchten und Sagen belastbare Fakten und wissenschaftliche Aussagen gegenüberzustellen. Der Wolf steht unter strengem Schutz, seine positive Bestandsentwicklung in fast ganz Europa wird von den Wildbiologen begrüßt. In den fast 20 Jahren, die der Wolf schon wieder in Deutschland seine Fährten zieht, hat der eindrucksvolle Stammvater unserer Haushunde viele Freunde gewonnen. „Ich begrüße es sehr, dass die Stadtbibliothek Hattingen in Kooperation mit dem NABU Hattingen diese Ausstellung organisiert und wünsche ihr viele interessierte Besucherinnen und Besucher“, freut sich Dirk Glaser, Bürgermeister der Stadt Hattingen.

Beim Start der Wanderausstellung waren in NRW zunächst vier Wolfsnachweise erbracht worden, mittlerweile sind es sieben Nachweise in diesem Jahr. Zwar handelt es sich bei diesen so genannten Wanderwölfen nicht um territorial lebende Wölfe, doch in Zukunft ist mit weiteren bestätigten Wolfsnachweisen in NRW zu rechnen“, erklärt Diplom-Biologin und Projektkoordinatorin Katharina Stenglein. Jahrzehntelang habe der Mensch ohne das Wildtier Wolf gelebt. Nun gelte es, den großen Beutegreifer wieder kennenzulernen und den respektvollen Umgang mit ihm neu zu erlernen. Dazu können diese Ausstellung und insbesondere die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen wie auch der Stadtbibliothek Hattingen einen wichtigen Beitrag leisten.

Weitere Informationen zum Bildungsprojekt „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“, den folgenden Ausstellungsterminen, sowie zur Möglichkeit, die Ausstellung an noch freien Terminen zu buchen unter https://nrw.nabu.de/wolfsprojekt.

Quelle:  NABU/NRW
Photo:  © NABU.NRW / Jürgen Borris


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