ZOO DUISBURG: Auf den Spuren der Wölfe in NRW


(Düsseldorf/Duisburg). Er ist zurück – der Wolf. Zumindest stattet er NRW kleinere Stippvisiten ab, bei denen er in diesem Jahr bereits sieben Mal nachgewiesen werden konnte. Dies ist Anlass genug, um unter dem Motto „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ in einem von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt über das Wildtier Wolf zu informieren und so die Akzeptanz in der Bevölkerung noch vor dessen dauerhafter Rückkehr zu stärken. Kern des Projekts ist die vom NABU NRW gemeinsam mit den NRW-Partnerzoos initiierte interaktive Wanderausstellung, die ab heute im Zoo Duisburg zu sehen sein wird.

Die NABU-Wanderausstellung „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ ist im Juli im Zoo Duisburg zu sehen.

„Hier in Nordrhein-Westfalen haben wir die einmalige Chance, die Menschen noch vor der dauerhaften Rückkehr des Beutegreifers in sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet aufzuklären, Wissenslücken zu schließen und Vorurteile abzubauen. Nur so lässt sich die Akzeptanz für den Rückkehrer Wolf weiter steigern. Daher freuen wir uns sehr, dass wir mit der durch die Partnerzoos wandernden Ausstellung zur Rückkehr des Wolfes nach NRW viele Menschen erreichen werden“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Vielfach sei das Wissen um das richtige Verhalten im Umgang mit dem Wolf, wie mit anderen Wildtieren auch, verloren gegangen. Dies gelte es wieder zu verbessern. Dazu können diese Ausstellung und insbesondere die Zusammenarbeit mit den NRW-Partnerzoos einen wichtigen Beitrag leisten.

Dr. Ralf Krumpholz, Leiter des Dezernats für Umwelt, Klimaschutz, Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Duisburg: „Die Rückkehr von Arten wie Wanderfalke, Uhu, Luchs, Fischotter und Biber spiegeln den Erfolg von Natur- und Artenschutzmaßnahmen wieder. Die Wiederansiedlung solcher Flagschiffarten des Naturschutzes zeigt darüber hinaus, dass es – wenn man ihnen die Möglichkeit gibt – selbst im dicht bevölkerten Deutschland ein verträgliches Miteinander zwischen solchen Wildtierarten und den hier lebenden Menschen geben kann.“

Die Ausstellung, die vom 2.7. bis 27.7.2017 in Duisburg zu sehen ist, informiert über Biologie und Verhalten freilebender Wölfe, stellt aktuelle Ergebnisse der Freilandforschung vor und bietet vor allem durch interaktive Elemente eine spielerische Annäherung an das Thema Wolf für Jung und Alt. Besucher der Ausstellung erfahren so, woher die Wölfe nach NRW einwandern könnten, warum Wildbiologen den Kot von Wölfen so schätzen oder wie man sich bestenfalls einem Wildtier – wie dem Wolf- gegenüber verhält. Im monatlichen Wechsel tourt die Ausstellung dann durch NRW und in die nächsten Partnerzoos.

Das Projekt „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ soll dazu beitragen, die Menschen vor der dauerhaften Rückkehr der Wölfe auf deren Anwesenheit vorzubereiten und so die Akzeptanz in der Bevölkerung weiter zu stärken. „Beim Start der Wanderausstellung waren in NRW zunächst bislang vier Wolfsnachweise erbracht worden, nach nur zwei Monaten auf Tour, sind es mittlerweile sieben Nachweise in diesem Jahr. Zwar handelt es sich bei diesen so genannten Wanderwölfen nicht um territorial lebende Wölfe, doch in Zukunft ist mit weiteren bestätigten Wolfsnachweisen in NRW zu rechnen“, erklärt Diplom Biologin und Projektkoordinatorin Katharina Stenglein (Foto oben, rechts). Jahrzehntelang habe der Mensch ohne das Wildtier Wolf gelebt. Nun gelte es, den großen Beutegreifer wieder kennenzulernen und den respektvollen Umgang mit ihm neu zu erlernen.

Weitere Informationen zum Bildungsprojekt „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“, den folgenden Ausstellungsterminen, sowie zur Möglichkeit, die Ausstellung an noch freien Terminen zu buchen unter https://nrw.nabu.de/wolfsprojekt.

Quelle:    NABU NRW
Photos:  © MMB/Below


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