DIE ROTDROSSEL


(Wikipedia). Die Rotdrossel (Turdus iliacus) ist eine Vogelart aus der Familie der Drosseln (Turdidae), die zur Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes) gehört. In Mitteleuropa ist die Rotdrossel der kleinste Vertreter der echten Drosseln.

BESCHREIBUNG

Rotdrosseln erreichen eine Körperlänge von 21 Zentimetern. Ihre Flügelspannweite beträgt 33 bis 34 Zentimeter und sie werden zwischen 60 und 65 Gramm schwer. Es besteht kein auffälliger Sexualdimorphismus.

Rotdrosseln ähneln den Singdrosseln, sie sind überwiegend braun gefärbt und haben eine helle, gesprenkelte Unterseite. Der Bauch ist fast durchgängig weiß, sie haben jedoch einen kürzeren Schwanz und einen größeren Kopf. Die Flügelunterseiten sind rostrot gefärbt, was im Flug gut zu erkennen ist, und auch im Sitzen kann man noch das Rot an den Flanken erkennen. Das beste Unterscheidungsmerkmal zu den Singdrosseln ist jedoch der helle Überaugenstreif.

Frisch geschlüpfte Rotdrosseln sind auf dem Kopf, dem Rücken, den Schultern und den Flügeln dicht beigefarben bedunt. Ihr Rachen ist gelb, die Schnabelwülste sind gelblich weiß.

Der Ruf ist ein lang gezogenes „Tsiiiep“. Dieser Ruf ist besonders beim Abflug oder als nächtlicher Flugruf zu vernehmen. Zum Rufrepertoire gehören aber auch raue check und an Amseln erinnernde däck- oder duck-Laute. Der Gesang ist variabel und besteht meistens aus zwei Teilen, erst einigen flötenden Tönen und dann unruhiges und raues Zwitschern. Der volle Reviergesang ist gelegentlich im Frühjahr auch in Mitteleuropa zu hören.

LEBENSRAUM

Rotdrosseln brüten in Skandinavien, Schottland und Sibirien. Sie sind Zugvögel, die in Mittel-, vor allem jedoch in West- und Südeuropa überwintern. Im Baltikum und an den Küsten Islands und Norwegens sind sie manchmal auch Jahresvögel. Sie sind in Mitteleuropa deswegen vor allem zu den Zugzeiten im Frühjahr und Herbst zu beobachten. Sie halten sich dann vor allem in Parks, aufgelockerten Wald- und Buschlandschaften sowie an Waldrändern auf und sind häufig mit anderen Drosselarten vergesellschaftet, die sich im Winterhalbjahr gleichfalls von Beeren ernähren. Gelegentlich übersommern auch einzelne Vögel in Mitteleuropa. Die Brutgebiete der Rotdrosseln sind die Nadel- und Birkenwälder in Skandinavien und Sibirien, aber auch Parks und offenes Waldland.

NAHRUNG

Rotdrosseln ernähren sich von Wirbellosen, Insekten und im Herbst und Winter vor allem von Beeren.

In Europa ist der Bestand nicht gefährdet.


WISSENSCHAFTLICHER NAME:

TURDUS ILIACUS ( LINNAEUS 1758 )

= ROTDROSSEL
= Redwing
= Koperwiek


SYSTEMATIK:

Klasse: Vögel ( Aves )
Ordnung: Sperlingsvögel ( Passeriformes )
Unterordnung: Singvögel ( Passeri )
Familie: Drosseln ( Turdidae )
Unterfamilie: Turdinae
Gattung: Echte Drosseln ( Turdus )


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