© Hartmut Mletzko | Schwarzkehlchen (m)

DAS SCHWARZKEHLCHEN

(Wikipedia). Das Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola) ist ein kleiner Singvogel aus der Gattung der Wiesenschmätzer (Saxicola) und der Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae). Die beiden nächstverwandten Arten, das Afrikaschwarzkehlchen (Saxicola torquatus) und das Pallasschwarzkehlchen (Saxicola maurus), galten früher als Unterarten, wurden aber durch Ewan Urquhart und Adam Bowley im Jahr 2002 als selbständige Arten klassifiziert.

Die hier beschriebene Art wird zur Unterscheidung daher zuweilen auch Europäisches Schwarzkehlchen genannt.


WISSENSCHAFTLICHER NAME:

SAXICOLA RUBICOLA ( Linnaeus, 1758 )

= EUROPÄISCHES SCHWARZKEHLCHEN
= European stonechat
= Roodborsttapuit


SYSTEMATIK:

Klasse: Vögel ( Aves )
Ordnung: Sperlingsvögel ( Passeriformes )
Unterordnung: Singvögel ( Passeri )
Familie: Fliegenschnäpper ( Muscicapidae )
Unterfamilie: Schmätzer ( Saxicolinae )
Gattung: Wiesenschmätzer ( Saxicola )

© Naturfotografie A. Schäfer | Schwarzkehlchen (w)

Das Schwarzkehlchen ist etwa zwölf Zentimeter lang und wiegt zehn bis 13 Gramm. Das Männchen hat einen schwarzen Kopf und einen weißen Halsring. Die Vorderseite ist orangerot gefärbt.

Beim Weibchen (siehe Foto) ist alles etwas matter gefärbt.

© Wilfried Boltz | Schwarzkehlchen (w)

Es lebt auf offenen Flächen, Feldrainen mit einzelnen Büschen, zum Beispiel auch auf Hochmooren und Heiden.

Das Schwarzkehlchen ernährt sich meist von am Boden gefangenen  Insekten, Würmern, Schnecken, Spinnen oder auch Beeren. Im Herbst wird die Ernährung um Früchte und Samen ergänzt.

In der Brutzeit von März bis August werden zwei Bruten großgezogen. Das Nest wird gut versteckt, vertieft am Boden, aus Gras, Halmen, Moos und Wurzeln gebaut. Das Weibchen legt fünf bis sechs Eier.

Ein Schwarzkehlchen kann bis acht Jahre alt werden.

In Deutschland kommt das Schwarzkehlchen zunächst im Süden (bes. Alpenvorland) und großräumiger im Westen (entlang des Rheins und westlich davon) vor. Das größte zusammenhängende Verbreitungsgebiet besteht jedoch nördlich der Mittelgebirge vom Niederrhein bis zur Lausitz. Nach Nordosten nimmt die Häufigkeit ab, die Art kommt jedoch in allen Gebieten bis zur Ostseeküste vor.

Sein Winterquartier hat es in Süd- und Westeuropa. In Mitteleuropa ist das Schwarzkehlchen von März bis November anwesend.

In der aktuellen Roten Liste Deutschlands wird das Schwarzkehlchen nicht mehr aufgeführt, in einigen Bundesländern gilt es als gefährdet (Kategorie III) oder sogar stark gefährdet (Kategorie II).

Durch intensive Grünlandnutzung werden die Bodenbrüter ihrer Nahrungsquellen und ihres Lebensraumes beraubt und von den bewirtschafteten Wiesenflächen vertrieben. Freilaufende Hunde stören das Brutgeschäft der Vögel, weiterhin sind die Jungtiere eine leichte Beute für Hauskatzen.


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