DIE FELSEN-KUCKUCKSHUMMEL


(Wikipedia). Die Felsen-Kuckuckshummel (Bombus rupestris, Syn.: Psithyrus rupestris) ist eine Hummelart, die als Brutparasit lebt.

Photos:  © Uli Kloes


WISSENSCHAFTLICHER NAME

BOMBUS RUPESTRIS  ( FABRICIUS, 1793 ) 

= FELSEN-KUCKUCKSHUMMEL
= Cuckoo bumblebee
= Rode koekoekshommel



Überfamilie: Apoidea
ohne Rang: Bienen ( Apiformes )
Familie: Echte Bienen ( Apidae )
Unterfamilie: Apinae
Gattung: Hummeln ( Bombus )
Art: Felsen-Kuckuckshummel
Das Weibchen ist 18 bis 22 Millimeter lang und hat eine Flügelspannweite von 41 bis 44 Millimetern. Das Männchen misst 14 bis 16 Millimeter bei einer Flügelspannweite von 28 bis 31 Millimetern.

Die Felsen-Kuckuckshummel ähnelt stark der Königin der bevorzugt parasitierten Art, der Steinhummel. Die Grundfarbe des Körpers ist schwarz, das letzte Hinterleibsdrittel ist rot. Die Flügel sind dunkel gefärbt.

Es existiert eine Farbvariante mit einer gelben Querbinde auf dem Thorax hinter dem Kopf. Der rundliche Kopf sowie der Rüssel sind kurz.

Der Felsen-Kuckuckshummel fehlt der für Hummeln typische Pollensammelapparat am letzten Beinpaar, der notwendig wäre, um die Larven selbst zu versorgen. 

Die Felsen-Kuckuckshummel parasitiert hauptsächlich die Steinhummel. Sie sucht in der Regel erst ab Anfang Mai nach einem Nest des Wirtsvolkes mit bereits fliegenden Arbeiterinnen.

Wie die anderen Kuckuckshummelarten dringt sie in das Nest ein und verhält sich unauffällig, bis sie den Geruch ihres Wirtes angenommen hat. Die Felsenkuckuckshummel ist deutlich größer und kräftiger als eine Steinhummelkönigin. Sie liefert sich mit dieser einen Kampf, den sie fast immer gewinnt.

Felsenkuckuckshummel von Arbeiterinnen eines Steinhummelvolkes getötet. Daneben einige der Arbeiterinnen, die bei dem Kampf ums Leben kamen.

Aus den Eiern, die sie legt, schlüpfen nur Geschlechtstiere, also Drohnen und Königinnen. Die Larven werden von den Arbeiterinnen des Wirtsvolkes mit Pollen und Nektar versorgt. Nach der Begattung stirbt das Männchen, und das Weibchen überwintert in einem geschützten Versteck im Erdreich.

Die überwinterte Felsen-Kuckuckshummel fliegt zwischen Mitte April und Mitte Juni.

Die Felsen-Kuckuckshummel fliegt alle pollen- und nektarproduzierende Blütenpflanzen an, wie andere heimischen Hummelarten das auch tun.

Sie ist im Frühjahr an Löwenzahn sowie an Witwenblumen, wie Knautia oder Acker-Witwenblume, an Flockenblumen und u.a. an verschiedenen Kleesorten, wie dem Weißklee oder Rotklee zu finden. Später dann auch an Disteln.

Die Felsen-Kuckuckshummel lebt in Westeuropa bis in die Mandschurei. Sie kommt in ganz Deutschland vor. Unser Naturfotograf hatte Glück und entdeckte und fotografierte die Felsen-Kuckuckshummel im Naturpark Schwalm-Nettetal am Niederrhein.

MITMACH-AKTION:

Haben Sie vielleicht ebenfalls eine Sichtung dieser oder einer anderen hier beschriebenen Pflanzen- oder Tierart im Verbreitungsraum Ruhrgebiet gemacht? Schildern Sie uns und unseren Lesern doch Ihre Entdeckung mit ein paar Stichworten (wann, wie, wo?) sowie ca. 5-10 qualitativ guten Fotos und senden uns diese per eMail zur Veröffentlichung zu: vorzugsweise an mail(at)naturschutz.ruhr.

Redaktion NATURSCHUTZruhr
Für Anfragen erreichen Sie uns täglich über: redaktion@naturschutz.ruhr
Ihre Sichtungsmeldungen samt Foto(s) senden Sie uns bitte an: mail@naturschutz.ruhr

GEMELDETE SICHTUNGEN:

Sichtungen im Revier


ERFAHREN SIE MEHR:

…über weitere im Ruhrgebiet vorkommende Hummeln und Wildbienen


…über die besondere Events in den Botanischen Gärten des Reviers


…über die Wahl zum „Insekt des Jahres (von 1999 bis heute)“


Antworten

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.