[Sichtung – 11.01.2018 ] Feuersalamander


SICHTUNG IN ESSEN-WEST

Kommt vielleicht die nächste Generation durch?

11.01.2018. Unser Naturfotograf Andreas Schäfer war wieder mal unterwegs in einem Waldgebiet in Essen-West:

Er entdeckte vor einigen Tagen  – von den dort vorkommenden Feuersalamandern –  noch einige lebende Exemplare unerwartet und zufällig. Diese hatten vermutlich tief in einem Erdloch die gefährliche Hautpilz-Epidemie überlebt.

Wie Sie – liebe Leser – bereits in seiner Sichtungsmeldung vom 04.01.2018 nachlesen können, steht es um die Feuersalamander hier im Ruhrgebiet äußerst schlecht. Da ein großer Anteil der Weltpopulation von Salamandra salamandra in Deutschland vorkommt, trägt das Land international eine besondere Verantwortung für die Erhaltung dieser Art.

Trotzdem wurden in diesem Essener Waldgebiet innerhalb kürzester Zeit 63 Feuersalamander von dem gefährlichen eingeschleppten Chytridpilz „Bsal“ dahingerafft.

Umso mehr erstaunt es, wie sich die Natur und insbesondere die kräftig gebauten, landlebenden Schwanzlurche zu helfen wissen, um die hiesige Population zu retten bzw. den dortigen „leergefegten“ Lebensraum wieder mit einer neuen Generation zu besiedeln.

Sehen Sie erstmalig auf den Galeriebildern hier bei Naturschutz.ruhr, wie nach einer Embryonal-entwicklung im Mutterleib eines Salamander-Weibchens, ein lebendes Jungtier auf die Welt kommt.

Pro Weibchen werden zwischen 10 bis 70 kiementragende, weit entwickelte Larven gleichzeitig oder über mehrere Nächte verteilt in geeignete Gewässer abgesetzt.

Alle Photos:  © Naturfotografie A. Schäfer



Weitere Informationen zur allen – hier im Ruhrgebiet – beheimateten Lurche finden Sie hier.


BEOBACHTUNG / Nr.35-0201:

Status: Lokales Vorkommen
Datum: 11.01.2018
Vorkommen: standorttreu
Anzahl: 1 Exemplar
Häufigkeit: Status gefährdet
Gebiet: Essen-West, NRW / Deutschland
Entfernung: ca. 40 cm
Nachweis: 5 Photos / © Naturfotografie A. Schäfer
Geotagging:
keines
Beobachter: Andreas Schäfer germany

BILDDATEN:
Kamera: Nikon D7100
Brennweite: TAMRON 150-600mm / 5.0 – 6.3
Einstellungen: ISO 800 | 600mm | 1/1000 sec | f 6.3

Sonstiges: Mit Einbeinstativ fotografiert


MITMACH-AKTION:

Haben Sie vielleicht ebenfalls eine Sichtung dieser oder einer anderen hier beschriebenen Pflanzen- oder Tierart im Verbreitungsraum Ruhrgebiet gemacht? Schildern Sie uns und unseren Lesern doch Ihre Entdeckung mit ein paar Stichworten (wann, wie, wo?) und ca. 4-6 Fotos und senden uns dieses per eMail zur Veröffentlichung zu:

Redaktion NATURSCHUTZruhr
Für Anfragen erreichen Sie uns täglich über: redaktion@naturschutz.ruhr
Ihre Sichtungsmeldungen samt Foto(s) senden Sie uns bitte an: mail@naturschutz.ruhr

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