MÄRKISCHES KREISARCHIV: Als auf der Burg noch Pfauen lebten


(Lüdenscheid). Das Kreisarchiv des Märkischen Kreises hat zwei historische Filme aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts in die Bilddatenbank eingestellt. Es sind die ersten bewegten Bilder, die dort zu sehen sind.

Kreisarchiv stellt historische Filme ins Internet

„Film ab“ heißt es ab sofort in der Bilddatenbank „Canto Cumulus“ des Kreisarchiv des Märkischen Kreises. „Wir haben mittlerweile weit über 10.000 alte Bilder, Ansichtskarten, Briefköpfe und Fotos von Medaillen aus dem Fundus des Kreisarchivs digitalisiert und in die Datenbank eingepflegt. Jetzt haben wir auch die ersten beiden historischen Filme eingestellt“, freut sich Diplom-Archivar Ulrich Biroth, beim Kreisarchiv für die im Februar 2016 im Internet freigeschaltete Datenbank.

Einer der Filme zeigt im Format 16mm Amateuraufnahmen eines Familienausflugs Anfang der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts zur Burg Altena. „Den haben wir im Medienzentrum zufällig entdeckt“, so Ulrich Biroth. Die sehr wackeligen Aufnahmen zeigen unter anderem den Eingang der Weltjugendherberge. „Aber auch die Pfauen – damals wurden regelmäßig Pfauen auf der Burg gehalten„, weiß Ulrich Biroth.

Der zweite Film, ein auf 35mm aufgenommener, professioneller Werbefilm einer Hamburger Firma über die Sparkasse Altena mit dem Titel „Spargeld schafft Arbeit und Brot“, wurde 1935 produziert. Ulrich Biroth: „Er dauert neun Minuten. Sechs Minuten davon sind Motive aus Altena zu sehen.“ Der Streifen stammt aus dem Besitz des Altenaers Gerhard Lewandowski. Der gelernte Bauarbeiter aus der Nette war in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts am damaligen Umbau des Sparkassengebäudes beteiligt und hatte dabei den Film auf dem Müll gefunden. „Wir sind sehr dankbar, dass er ihn uns geschenkt hat“, freut sich auch Kreisarchivarin Dr. Christiane Todrowski.

Probleme bereitete der Film dem Kreisarchiv dennoch. „Wir hatten keinen Projektor, um uns den 35mm-Film ansehen zu können. Da sprang dann das Archivamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster ein“, erklärt der Diplom-Archivar. Dort bleibt das Original auch nach der Digitalisierung. „Wir haben dafür nicht die erforderlichen Aufbewahrungsmöglichkeiten.“

Wer sich die Filme ansehen möchte, hat dazu die Möglichkeit im Internet unter www.maerkischer-kreis.de. In die Suchmaske einfach „Bilddatenbank“ eingeben.

Quelle:  Märkischer Kreis
Photo:  © Hendrik Klein/Kreisarchiv Märkischer Kreis

 

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