DIE GEBIRGSSTELZE


(Wikipedia). Die Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) oder Bergstelze ist eine Singvogelart aus der Familie der Stelzen und Pieper (Motacillidae). Die sehr langschwänzige, oberseits graue und unterseits intensiv gelbe Stelze besiedelt schnell fließende, meist bewaldete Gewässer und ernährt sich vorwiegend von Insekten und deren Larven. Sie brütet oft an Wehren, Brücken oder Mühlen.

VERBREITUNG
Gebirgsstelzen findet man an schnell fließenden Gewässern im Bergland bis 2000 m und im Flachland. Verbreitet sind sie in Europa bis auf Skandinavien und Nordrussland, außerdem in Kleinasien, Nordchina und Japan. Sie sind Teilzieher, sie überwintern in West- und Südeuropa, in Nord- und Westafrika. In Mitteleuropa sieht man sie auch im Winter.

Optimale Habitate sind von Wald umgebene, schattige, schnell fließende Bäche und Flüsse mit Geröll- und Kiesufern, wenigen tiefen und strömungsarmen Stellen sowie zeitweilig trocken fallenden Geschiebeinseln. Als Niststandort benötigt die Gebirgsstelze außerdem Strukturen wie Steilufer, Brücken, Wehre und Mühlen.

MERKMALE
Die Art ist sehr vielgestaltig. So unterscheiden sich mehrere Unterarten, Männchen, Weibchen und Jungtiere. Die Männchen der Gebirgsstelze haben im Sommer eine schwarze Kehlfärbung (siehe Foto). Die Körperlänge beträgt bei adulten Tieren 17 bis 20 cm.

ERNÄHRUNG
Die Nahrung besteht überwiegend aus Insekten der Fließgewässer – Fliegen, kleine Käfer, Libellenlarven, aber auch kleine Krebstiere und kleine Weichtiere. Die Vögel waten bei der Nahrungssuche auch durchs Wasser und picken hinein. Auf der Wasseroberfläche treibende Insekten können im Flug aufgenommen werden.

BRUTBIOLOGIE
Das Weibchen baut ein Nest in einem Erdloch oder einer Mauernische in Wassernähe aus Moos und Gras und kleidet es mit Haaren aus. Manchmal werden auch alte Nester von Wasseramseln oder spezielle Nistkästen bezogen. Es werden ein- bis zweimal je Brutsaison zwischen April und Juni meist fünf gelbbraune, graubraun gesprenkelte Eier gelegt, die das Weibchen oder beide Eltern 12 bis 14 Tage bebrüten. Beide Eltern füttern die Nestlinge, bis sie nach 11 bis 16 Tagen flügge sind. Gebirgsstelzen brüten meist zweimal pro Jahr.

Stand: Mai 2019


WISSENSCHAFTLICHER NAME:

MOTACILLA CINEREA ( TUNSTALL 1771 )

  =  GEBIRGS- oder BERGSTELZE
  =  Grey Wagtail
  =  Grote Gele Kwikstaart


SYSTEMATIK:

Klasse: Vögel ( Aves )
Ordnung: Sperlingsvögel ( Passeriformes )
Unterordnung: Singvögel ( Passeri )
Familie: Stelzen und Pieper ( Motacillidae )
Gattung: Stelzen ( Motacilla )


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