DER ZUNDERSCHWAMM


(Wikipedia). Der Zunderschwamm ist eine Pilzart aus der Familie der Stielporlingsverwandten (Polyporaceae). Er befällt geschwächte Laubbäume, vor allem Buchen (Fagus) und Birken (Betula), und bildet an den Stämmen dicke, invers konsolenförmige Fruchtkörper. Die mehrjährigen Gebilde können im Durchmesser bis zu 30 cm erreichen. Die krustige Oberseite ist hellgrau oder blass bräunlich gefärbt und fein zoniert. Die Röhren auf der Unterseite haben eine braune Farbe und sind oft mehrfach geschichtet.

Der Name des Zunderschwammes entstand aus der früheren Verwendung als Zunder. Baumpilze werden aufgrund ihrer Eigenschaft, Wasser zu binden, zudem als Schwämme bezeichnet. Außerdem wurden aus ihm bis ins 19. Jahrhundert blutstillende sowie desinfizierende Wundauflagen hergestellt. Ferner kamen alkoholische Flüssigextrakte u. a. bei Blasenleiden, Magenverstimmungen und Menstruationsbeschwerden zum Einsatz.

In Rumänien wird heute noch die Trama zu einem lederartigen Material verarbeitet, aus dem für den Touristenmarkt kunstvolle Hüte, Taschen und Ähnliches gefertigt werden. Ansonsten hat der Zunderschwamm wirtschaftlich weitestgehend keine Bedeutung mehr.

Das wissenschaftliche Interesse am Zunderschwamm hingegen ist in jüngerer Zeit ansteigend und auch in der Mykologie ist der Zunderschwamm als sogenannter Vitalpilz populär.

 

[ Code: Pilze-im-Revier ; Code_P912265 ]


WISSENSCHAFTLICHER NAME:

FOMES FOMENTARIUS ( L. Fr. ) J.J. Kickx

= ZUNDERSCHWAMM
= Tinder fungus
= Echte tonderszwam


SYSTEMATIK:

Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis )
Ordnung: Stielporlingsartige ( Polyporales )
Familie: Stielporlingsverwandte ( Polyporaceae )
Gattung: Zunderschwämme ( Fomes )


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Quellen:

↑ Rote Liste der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere in Nordrhein-Westfalen, Band 1 + 2, LANUV, 2019

↑ über „Die Magie der Pilze“ von Clark Heinrich, Eugen Diederichs Verlag, München 1998, ISBN 3-424-01396-X.

↑ über die Taxonomie der Pilze (Wikipedia)


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