ZOO DUISBURG: Erneuter Nachwuchs bei den Wisenten


(Duisburg). Was ist das größte lebende Landsäugetier in Europa? Vielen Menschen kommt hierbei sofort Meister Petz in den Sinn, doch damit wäre dem Wisent mit einem Körpergewicht von bis zu 900 kg Unrecht getan. Der Wisent ist ein richtiges Kraftpaket mit kräftiger Schulterregion, erhöhtem Widerrist und breit angesetztem, meist gesenktem Kopf, der ehemals weite Teile Europas bevölkerte.

Erneuter Nachwuchs bei den größten Landsäugern Europas

Was ist das größte lebende Landsäugetier in Europa? Vielen Menschen kommt hierbei sofort Meister Petz in den Sinn, doch damit wäre dem Wisent mit einem Körpergewicht von bis zu 900 kg Unrecht getan. Der Wisent ist ein richtiges Kraftpaket mit kräftiger Schulterregion, erhöhtem Widerrist und breit angesetztem, meist gesenktem Kopf, der ehemals weite Teile Europas bevölkerte.
Infolge der menschlichen Besiedlung und der damit verbundenen Rodung der Wälder wurde der Wisent zu Beginn des letzten Jahrhunderts in seinem gesamten Verbreitungsgebiet ausgerottet. Lediglich 56 Wisente verblieben in einigen Zoologischen Gärten Europas, mit denen eines der ersten koordinierten Erhaltungszuchtprojekte ins Leben gerufen und die Art somit gerettet wurde. Die Population in Menschenobhut wuchs schnell an, so dass im Jahre 1952 die ersten gezüchteten Wisente in dem neu geschaffenen Nationalpark Bialowieza in Polen ausgewildert werden konnten. Weitere Auswilderungsprojekte folgten in den nächsten Jahrzehnten, so dass heute wieder gesunde, sich selbst erhaltende Wisentherden im Freiland anzutreffen sind. Auch der Zoo Duisburg beteiligt sich an dem EEP (Europäischen Erhaltungszuchtprogramm) dieser imposanten Art.

Die Rettung des Wisents gilt als ein hervorragendes Beispiel der Arterhaltung in menschlicher Obhut. Umso erfreulicher ist es, dass im Zoo Duisburg die Zucht erneut geglückt ist. Die 5-jährige Wisentkuh DULINA brachte am 07.08.2018 ein männliches Jungtier zur Welt. Der fast 16-jährige Vater PLUCIK wacht nun noch achtsamer über seine Herde am Kaiserberg. Traditionsgemäß wurde das Kalb, wie bei allen in Duisburg geborenen Wisenten, auf einem Namen mit „DU“ am Anfang getauft: DUNST. Tagsüber ist zu sehen, wie sich das Kalb im Schatten ablegt, ab und zu bei seiner Mutter trinkt und langsam seine Umgebung erkundet.

Immer wieder für Verwirrung sorgen die Begriffe Wisent und Bison. Der Wisent ist der nächste Verwandte des nordamerikanischen Bisons. Beide Arten gehen auf eine gemeinsame Ursprungsform zurück, von der sich der Wisent in Europa als Waldbewohner entwickelte, während der Bison die amerikanischen Steppen bevölkerte.

Infolge der menschlichen Besiedlung und der damit verbundenen Rodung der Wälder wurde der Wisent zu Beginn des letzten Jahrhunderts in seinem gesamten Verbreitungsgebiet ausgerottet. Lediglich 56 Wisente verblieben in einigen Zoologischen Gärten Europas, mit denen eines der ersten koordinierten Erhaltungszuchtprojekte ins Leben gerufen und die Art somit gerettet wurde. Die Population in Menschenobhut wuchs schnell an, so dass im Jahre 1952 die ersten gezüchteten Wisente in dem neu geschaffenen Nationalpark Bialowieza in Polen ausgewildert werden konnten. Weitere Auswilderungsprojekte folgten in den nächsten Jahrzehnten, so dass heute wieder gesunde, sich selbst erhaltende Wisentherden im Freiland anzutreffen sind. Auch der Zoo Duisburg beteiligt sich an dem EEP (Europäischen Erhaltungszuchtprogramm) dieser imposanten Art.

Quelle: Zoo Duisburg
Photo: Zoo Duisburg


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