WALD UND HOLZ NRW: Artenvielfalt der Waldvögel steigt in NRW


(Münster). Weltweit stehen zum Tag des Artenschutzes in diesem Jahr Tiere und Pflanzen im Fokus, die in den Ökosystemen eine Schlüsselrolle spielen. Im Wald in NRW sind dies zum Beispiel Spechte, die mit ihrer Bautätigkeit die Lebensgrundlage für viele weitere Tierarten schaffen.

3.März – Tag des Artenschutzes

Die Baumhöhlen des Schwarzspechtes werden anschließend zur Kinderstube von Hohltaube und Raufußkauz. Wenn die Höhlen älter werden, wird das langsam verrottende Holz zum Biotop für seltene Käferarten wie dem Kardinalroten Schnellkäfer.

Der Biber steht als Ökosystemingenieur für die Gestaltung einzigartiger Waldökosysteme. Durch seine Staudämme entstehen Auwälder und Waldtümpel, die wiederum Heimat seltener Libellenarten wie der Zweigestreiften Quelljungfer sind. Vor 40 Jahren haben Forstleute den in NRW ausgestorbenen Biber in der Eifel wieder angesiedelt. Seitdem breitet er sich langsam wieder entlang der kleineren Fluss- und Bachläufe aus.

Und wo der Feuersalamander leben kann, fühlen sich weitere unscheinbare Arten der Waldquellen und oberen Bachbereiche wohl. Der Alpenstrudelwurm und Köcherfliegenlarven sind Beispiele unscheinbarer, aber für das Ökosystem wichtiger Arten.

Wald und Holz NRW kümmert sich erfolgreich um die Verbesserung der Artenvielfalt in den Wäldern Nordrhein-Westfalens. Michael Elmer, Team Waldnaturschutz, Wald und Holz NRW: „In der Vogelwelt nimmt die Artenvielfalt – anders als in der Agrarlandschaft – zu. Ehemals oder nahezu ausgestorbene Vogelarten sind wieder zurück in unseren Wäldern. Kolkrabe, Schwarzstorch und Uhu sind eindrucksvolle Beispiele. Diese positive Entwicklung ist der Erfolg unserer jahrelangen Naturschutzarbeit im Wald.“

Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW: „Natur und Artenschutz gehören zur DNA der Forstleute von Wald und Holz NRW. So konnte der fast ausgestorbene Schwarzstorch mit inzwischen über 100 Brutpaaren in den Revieren wieder heimisch werden. Für dieses auch in Zukunft wichtige Engagement erfahren unsere Forstleute große Anerkennung.“

Der internationale Tag des Artenschutzes wird jedes Jahr am 3. März begangen, weil das bis heute gültige Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) am 3. März 1973 unterzeichnet wurde.

Quelle: Wald und Holz NRW
Photos:  © Wilfried Boltz
Videolinks:  © Wald und Holz NRW

 


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