ROMBERGPARK: Das FLY-in für Bienen blüht – Die Zierlauchblüten im Botanischen Garten


(Dortmund). Im Botanischen Garten Rombergpark erblühen zurzeit wieder rund 8.000 Zierlauchpflanzen entlang der 140 Meter langen Rosenachse im historischen Schulgarten direkt am Pappelrondell. Schon im letzten Frühling war das Blütenspektakel ein Magnet für Tier und Mensch.

Das Team des Botanischen Gartens Rombergpark pflanzte den Zierlauch schon im Oktober 2019 an beiden Seiten des Weges zwischen Rosen und Lavendel – ein beliebtes „Fly-in“ für Bienen und Hummeln.

Die Pflanzen haben sich wieder wunderbar entwickelt und blühen nun fast zeitgleich auf. Die kugeligen Blütenstände in Weiß, Hell- und Dunkelrosa auf den dünnen grünen Schäften wirken wie über einen Meter hohe Trommelstöcke. Jede Kugel besteht aus weit über 100 Einzelblüten.

Die Bienen und Hummeln im Botanischen Garten lieben diese Blüten. Wer mag, kann ihnen – sofern es das Wetter zulässt – quasi „hautnah“ beim Sammeln von Nektar und Pollen zusehen. Es ist also passend, dass Bienen und Hummeln wissenschaftlich zu den sogenannten „Hautflüglern“ (Hymenoptera) gezählt werden. Aber auch andere Insekten lassen sich zur Nahrungsaufnahme und zur Paarung auf den Blütenständen nieder.

Ganz aktuell geraten die botanischen Vertreter der Gattung Allium – dazu gehört auch der Zierlauch – in das erweiterte Blickfeld. Deren Inhaltssoff Allicin kann – in geringem Maße natürlich – die Vermehrung von Pilzen, Bakterien und auch Viren wie zum Beispiel den Betacoronavirus SARS-CoV-2 hemmen.

Ebenso wie bei den aus der Küche bekannten Vertretern der Gattung Allium wie Schnittlauch, Porree, Zwiebeln und Knoblauch entsteht durch Verletzung der Zellen (durch das Kleinschneiden bei der Zubereitung) der Inhaltsstoff Allicin. Durch die weitere Umwandlung erzeugt dieser den typischen Zwiebel- bzw. Knoblauchgeruch.

Mit Blick auf den möglichen gesundheitsfördernden Aspekt des Allicins sollten sich die Besucher*innen des Botanischen Gartens jedoch unbedingt reichlich an der Gemüsetheke ihres Lebensmittelgeschäftes bedienen und keinesfalls den Zierlauch pflücken!

Quelle: Stadt Dortmund
Photo:  © Botanischer Garten Rombergpark


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