NABU: Vierhundert Hochstammobstbäume für NRW


(Düsseldorf). Im August 2017 hat das vom Umweltministerium finanzierte „Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW“ seine Arbeit aufgenommen. Die Projektpartner setzen sich darin gemeinsam für Schutz, Erhalt, Pflege und Neuanlage von Streuobstwiesen ein. Fördergelder der Deutschen Postcode Lotterie ermöglichen nun über den bisherigen Projektrahmen hinaus landesweit Pflanzungen zusätzlicher Obstbäume. Die Pflanzung der ersten Jungbäume der alten regionalen Obstsorten „Rheinischer Krummstiel“, “Keulemann“ und „Johannes Böttner“ aus diesem Zusatz-Baustein „Hochstämme für nordrhein-westfälische Streuobstwiesen“ ist nun auf den Flächen des Fördervereins Obstsortenvielfalt e.V. in Wassenberg erfolgt.

Deutsche Postcode Lotterie unterstützt Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW

Insgesamt unterstützt die Deutsche Postcode Lotterie durch ihre Teilnehmer Nachpflanzungen junger Obstbäume in ganz Nordrhein-Westfalen mit 40.000 €. „Streuobstflächen sind ein einzigartiger Lebensraum, der durch den Menschen entstanden ist und nur durch seine Betreuung und die Nutzung des Obstes eine Zukunft hat“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW anlässlich der heutigen Pflanzaktion im Wassenberger Obstsortengarten. Doch viele Obstwiesen sind schlecht gepflegt oder häufig überaltert. „Die 400 jungen Obstbäume, die wir mit Hilfe der Deutschen Postcode Lotterie nun pflanzen können, sind ein wichtiger Baustein zur Verjüngung und damit für den Erhalt dieser wichtigen Lebensräume“, so Tumbrinck.

Neupflanzung junger Obstbäume im Obstsortengarten in Wassenberg

Annemiek Hoogenboom, Geschäftsführerin der Postcode Lotterie, die im Oktober 2016 in Deutschland an den Start ging, freut sich darüber, dieses für den Schutz der Artenvielfalt bedeutsame Projekt in NRW fördern zu können. „Der Beirat der Deutschen Postcode Lotterie hat Anfang dieses Jahres die Förderung des Zusatz-Bausteins „Hochstämme für nordrhein-westfälische Streuobstwiesen“ des Projektes Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW sehr gerne zugesagt“, so Hoogenboom. Die Soziallotterie, die Dank ihrer Teilnehmer wohltätige Organisationen und Projekte finanziell unterstützt, will den Zweig der Umweltfördeurng in der Zukunft noch weiter ausbauen.

Die 4 ha großen Flächen im Sortengarten Wassenberg werden vom Förderverein Obstsortenvielfalt e.V. betreut und beherbergen schon jetzt über 200 Obstbäume. Der Verein sammelt und sichert überwiegend lokale rheinländische Obstsorten in diesem Projekt. „Über 90 regionale, auch alte Obstsorten sind gesichert. Doch konnten noch nicht alle bestimmt werden. Und natürlich geht der ein oder andere Obstbaum nach der Pflanzung auch einmal nicht an“, so Katharina Tumbrinck, 1. Vorsitzende des Fördervereins Obstsortenvielfalt. Durch die Förderung der Deutschen Postcode Lotterie können die bereits vorhandenen Obstsorten nun durch Pflanzungen rheinischer Apfelsorten wie Johannes Böttner, Tulpenapfel, Ananasrenette und Weißes Seidenhemdchen ergänzt werden.

Kartierer gesucht!

Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft. Doch genaue Angaben darüber, wie viele Obstwiesen es in Nordrhein-Westfalen überhaupt gibt, liegen bisher nicht vor. Im Rahmen des Projektes Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW wird deshalb vom Land Nordrhein-Westfalen bis Ende 2018 ein aktuelles Streuobstwiesenkataster für NRW erstellt. Zur Durchführung der landesweiten Kartierungen werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht. Interessierte melden sich bitte bei Sevil Yıldırım, Projektkoordinatorin des Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW.

Quelle: NABU NRW
Photo: © NABU NRW

BILDUNTERSCHRIFT:

Die Deutsche Postcode Lotterie unterstützt das Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW und fördert landesweit die Neupflanzung von 400 jungen Obstbäumen. Zur Neupflanzung eines Johannes Böttner-Jungapfelbaumes im Obstsortengarten in Wassenberg waren heute anwesend (v.l.): Heinz Gerd Kleinjans, Kreisgeschäftsführer des RLV, Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW, Sevil Yıldırım, Projektkoordinatorin Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW, Anna Maria Alida Hoogenboom, Geschäftsführerin der Postcode Lotterie und Wolfgang Mikysek, Förderverein Obstsortenvielfalt.

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