Das Umweltministerium will kreative Ideen rund um das Wasser finanziell unterstützen


(Düsseldorf). Der Projektaufruf des NRW-Umweltministeriums und der Emschergenossen-schaft im Rahmen der Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ richtet sich an die Emscher-Städte.

Im Mai 2014 haben die Emscherkommunen, die Emschergenossenschaft und das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW eine gemeinsame Absichtserklärung zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ unterzeichnet. Eine nachhaltige Wasserwirtschaft führt alle Themen rund um den Wasserkreislauf zusammen: Die Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ rückt unter anderem Wasserwirtschaft, Stadtentwicklung, Freiraumplanung, Klimaanpassung, und Straßenbau näher zueinander – eine integrale Wasserwirtschaft leistet daher einen bedeutenden Beitrag für das Leben in den Städten und Metropolregionen von morgen. Mit einem Projektaufruf werden die Partnerkommunen gebeten, entsprechende Ideen einzureichen. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Zukunftsinitiative finanziell.

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, im Rahmen der Zukunftsinitiative ‚Wasser in der Stadt von morgen‘ den ersten Projektaufruf der Emschergenossenschaft für die Emscherkommunen noch vor Ostern zu starten“, sagt NRW-Umweltminister Johannes Remmel.

„Der Umgang mit dem Regenwasser ist ein wesentlicher Bestandteil einer integralen Wasserwirtschaft – vor allem in dicht besiedelten Gebieten wie dem Emscherland. Die Wasserwirtschaft kann eine tragende Rolle in der Anpassung an den Klimawandel, in der Stadtgestaltung und -entwicklung einnehmen“, sagt Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft. Die Partnerkommunen werden mit dem Aufruf gebeten, entsprechende Projektideen bei der Emschergenossenschaft einzureichen. Die besten Ideen können sich bis zu 80 Prozent Landesförderung sichern.

Projektanträge können im Rahmen eines jährlichen Projektaufrufs mit zwei Einreichungsfristen, jeweils im Frühjahr und im Herbst, von den Kommunen gestellt werden. Mögliche Projekte können beispielsweise aus den Bereichen der Regenwasserbeseitigung oder des Gewässerausbaus im wasserwirtschaftlichen Einzugsgebiet der Emscher kommen.

Ziele sind die Verbesserung der Gewässer, des Grundwassers bzw. die Erreichung der Bewirtschaftungsziele der Wasserrahmenrichtlinie sowie die Anpassung an den Klimawandel.

Hintergrund:

Um die Städte in der Emscher-Region auch unter sich ändernden Rahmenbedingungen zukunftsfähig zu halten, müssen Veränderungen mit einer Stadtgestaltung verbunden sein, die ein intaktes Lebensumfeld ermöglicht und einen Qualitätsgewinn für das städtische Leben erzeugt. Die Anpassung an den Klimawandel ist eine elementare Aufgabe aller Planungen.Die Vernetzung von Grünzügen und Wasserachsen, temperaturregulierende Wasserflächen, dezentrale Puffer- und Speicherräume zum Rückhalt von Starkregen, die Gestaltung von urbaner Landschaft mit der Bewirtschaftung von Regenwasser sind grundlegende Bestandteile in der ökologischen Stadtentwicklung und der Anpassung und Minderung der Klimawandelfolgen.

Regenwasser-Projekte

Die neue Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ baut auf der „Zukunftsvereinbarung Regenwasser“ auf, die die Emschergenossenschaft 2005 mit den Emscherkommunen und dem Land NRW auf den Weg gebracht hatte. In den Emscherstädten sind seitdem zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt worden. Beispiele sind auf www.emscher-regen.de unter „Projekte“ zu finden.
 

Quelle:   Ministerium UMWELT.nrw
Photo:   © MMB/Below

 

 

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