HAUS RUHRNATUR: Start der neuen Fotoausstellung „Momente der Stadtnatur“


(Mülheim). Eine naturfotografische Reise durch unsere Heimat, die beweist, dass das Ruhrgebiet weit mehr Grün und Lebensqualität zu bieten hat, als sein alter Ruf immer noch vermuten lässt, erwartet die Besucher der neuen Ausstellung im Haus Ruhrnatur.

„Momente der Stadtnatur“ – Das Motto der neuen Fotoausstellung im Haus Ruhrnatur

Die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft und die Fotografen des Projekts „Wildes Ruhrgebiet“ laden Interessierte zur Eröffnung am Freitag, 16. März, um 19 Uhr herzlich ein.

Zu sehen sein werden mehr als 40 Fotografien von 10 Naturfotografen. Markus Botzek ist einer von ihnen: „Alle Fotografien stammen aus dem Ruhrgebiet: Der Eisvogel aus der Mülheimer Ruhraue, die Rotfuchsfamilie vor Ikea oder die Kreuzkröte im Landschaftspark Duisburg-Nord. Darunter befindet sich auch Verstecktes und gut Getarntes wie die (fast) unsichtbaren Riesen-Weberknechte auf Kokerei Hansa in Dortmund.“

Und das hat Gründe: Immer mehr Tiere und Pflanzen zieht es in die Städte. Es sind nicht etwa Haustiere wie unsere Hauskatzen, entlaufende Hunde oder entflogene Wellensittiche. Auch bei den Pflanzen zählen nicht nur die Ausbrecher aus den Vorgärten, Parks und Friedhöfe wie Osterglocke oder Krokus dazu. Vielmehr geht es um ihre wild lebenden Verwandten, für die es draußen, vor den Toren der Städte in der durchschnittlichen Agrarlandschaft immer „enger“ wird. „Die allermeisten dieser wilden Pflanzen und Tiere bemerken wir gar nicht. Zum Beispiel sehen und hören wir fast nichts von den schätzungsweise rund 3.000 Rotfüchsen, die sich hier in der Gegend tummeln. Denn die schlauen Mäusevertilger und Müllverwerter sind vornehmlich nachts unterwegs“, so Markus Botzek.

Augenfälliger ist die Vogelwelt, sei es durch buntes Getummel am winterlichen Futterhäuschen oder die Frühlingsgesänge im Mai. Gerade bei Grünfink, Stieglitz, Feldlerche, Kiebitz & Co zeigt sich, dass sie mittlerweile eher auf den Grünflächen im Ruhrgebiet, wie den Rändern von Ruhr, Emscher und Lippe klar kommen, als draußen auf den Feldern. Hinzu kommen noch viele „neue“ Tier- und Pflanzenarten, die ursprünglich von anderen Kontinenten, vornehmlich dem amerikanischen stammen, wie Kanadagans, Schmuckschildkröten oder Sumpfbiber. Kurzum: Das Ruhrgebiet ist auf den zweiten Blick ein Eldorado für das, was viele Menschen gerade hier nicht erwarten: Natur – wenn auch eine stark vom Menschen geprägte. Aber genau das macht ihren Reiz aus!

Quelle: RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft
Photos: Fotografen des Projektes „Wildes Ruhrgebiet“

Bild 1: Titelbild-Plakat / Junger Zilzalp © Holger Onnebrink
Bild 2: Igel © Peter Schütz
Bild 3: Kanadagänse © Thomas Mandrysch


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Informationen zum Fotoprojekt „Wildes Ruhrgebiet“

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