ECOMARE: Sechs Seepferdchen zurück in die Nordsee gesetzt


(De Koog/Texel). Es ist bereits zur Tradition geworden: Mitte Mai werden die Seepferdchen aus dem Ecomare-Schutzgebiet ins Meer zurückgebracht. Wie im letzten Jahr übernahmen die Taucher Reinier Nauta und Boukje Heidstra diese Aufgabe mit viel Liebe.

Am gestrigen Montagabend (16.05.) halfen sie den Tieren auf ihrem Weg zurück ins Meer. Das Aussetzen sechs kelinen Seepferdchen, die den Winter im Ecomare-Aquarium verbracht hatten, gestaltete sich problemlos!

Alle sechs „Pflegetiere“ gehören zu den Kurznasen-Seepferdchen, die am häufigsten in der Nordsee vorkommende Art. Im Winter 2021/2022 wurden sie an die Küste gespült worden, durch die Kälte untergekühlt und daher unbeweglich. Strandspaziergänger fanden sie und erkannten, dass sie noch lebten und brachten sie gleich in kleinen Tütchen mit Meerwasser zum Naturmuseum ECOMARE. Zur Regeneration wurden  die kleinen Seepferdchen den Winter über in einem Wandaquarium des Zentrums einquartiert.

Der Zoowärter Jarco Havermans ist für das Meeresaquarium bei ECOMARE verantwortlich. Er fütterte die Seepferdchen mit einer Engelsgeduld. Die Fische wurden mit sehr kleinen Garnelen und Mysis (Mysis gehören zu der Gattung der Krustentiere und zählen u.a. auch zur Hauptnahrung des Grönlandwals) gefüttert. Einige von ihnen brauchten lange Zeit, bis sie aktiv zu essen begannen. Indem er ihnen die Mysis mit einer Pinzette vor die Nase hielt, stimulierte Jarco ihr Fressverhalten. Schließlich begannen sie alle zu fressen, als die Krustentiere ins Wasser gelegt wurden.

Die Seepferdchen werden im Naturmuseum ECOMARE gehalten, bis sich die Nordsee ausreichend erwärmt hat. Ihre Art, die in der Nordsee überwintert, hat dies in den tieferen Teilen getan, wo es weniger kalt ist. Neben einer Wassertemperatur von mindestens 10 Grad brauchen Seepferdchen auch Algen und Wasserpflanze (z.B. Seetang), an dem sie sich mit ihren Schwänzen festhalten können. Boukje und Reinier ließen sie deshalb in einem Algen-/Seetangfeld frei. Die Fische nutzten das sofort aus und griffen instinktiv mit ihren Schwänzen danach.

Quelle: Naturmuseum ECOMARE
Photo:  © Naturmuseum ECOMARE

 


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